
Bereits seit 1993 gibt es den Lehrlingsaustausch zwischen der Wirtschaftskammer Wien und der Handwerkskammer Koblenz. Für zwei Wochen sind die Lehrlinge dieses Jahr bei Lehrbetrieben in Wien, im Jahr darauf sind die Wiener Lehrlinge am Rhein.
Die Erfahrungen, Erlebnisse und Bekanntschaften bereichern die Leben der jungen Menschen und schützen zusätzlich vor Betriebsblindheit. Die Lehre wird durch den internationalen Austausch wieder attraktiver und hebt gleichzeitig das Image der Lehre.
„Handwerklich lerne ich hier in Wien einiges dazu“
In der Konditorenstube von Heiner arbeitet der 37-jährige Bastian Buhl aus dem Westerwald bei Koblenz am Rhein. „Ich lerne hier in Wien so viel an handwerklicher Arbeit dazu und das Betriebsklima ist einfach klasse“, ist der Deutsche begeistert über seinen Austauschbetrieb in Wien. „Wir unterstützen den internationalen Lehrlingsaustausch schon lange und freuen uns immer sehr, wenn unsere Lehrlinge auch international sehr geschätzt werden“, erklärt Stuller, Geschäftsführer L. Heiner OG. „Unsere Lehrlinge werden sofort übernommen, sind aber auch in Spanien, Italien, Schweiz sehr gefragt.“
„Auch in Deutschland arbeite ich in einem Familienbetrieb“
In der Fleischerei Stierschneider arbeitet Dajana Apelt, als angehende Fleischverkäuferin. Sie hat sich gut zurechtgefunden, auch wenn die Wurst in der Auslage anders ist als am Rhein: „Vor allem die Auswahl an Salami ist eine andere und auch die Fleischstücke heißen anders als im deutschen Betrieb.“ Wie zuhause arbeitet die Deutsche auch in Wien in einem Familienbetrieb. „Wir haben ein sehr offenes und angenehmes Betriebsklima, darauf sind wir stolz“, so Unternehmer Horst Stierschneider. Nächstes Jahr besuchen die Wiener Lehrlinge Koblenz und arbeiten zwei Wochen in deutschen Betrieben.